Wer im Hochsommer die Vorhänge zuzieht und sich wundert, dass es im Zimmer trotzdem heiss wird, hat die Physik gegen sich. Entscheidend ist nicht, ob das Licht abgeschirmt wird, sondern wo.

Die Wärme entsteht hinter dem Glas

Sonnenstrahlung geht durch die Scheibe und trifft auf das, was dahinter ist. Ein Innenrollo absorbiert diese Strahlung und wird selbst warm – die Energie ist dann bereits im Raum und bleibt dort. Ein aussen liegender Behang fängt die Strahlung ab, bevor sie das Glas passiert. Die Wärme entsteht draussen und wird vom Wind abgeführt.

Der Unterschied in Zahlen

Fachleute rechnen mit dem Gesamtenergiedurchlassgrad. Vereinfacht gesagt: Ein innen liegender Sonnenschutz hält je nach Ausführung rund ein Drittel der Wärme zurück, ein aussen liegender bis zu drei Viertel. Das ist der Unterschied zwischen einem Schlafzimmer, in dem man um 22 Uhr einschlafen kann, und einem, in dem man die halbe Nacht lüftet.

Wann innen trotzdem richtig ist

Es gibt Fälle, in denen aussen nicht geht: denkmalgeschützte Fassaden, Stockwerkeigentum ohne Zustimmung der Gemeinschaft, oder Fenster, die von aussen nicht erreichbar sind. Dann ist ein innen liegendes System mit reflektierender Rückseite die richtige Wahl – hell auf der Fensterseite, damit möglichst viel Strahlung zurückgeworfen wird, bevor sie zu Wärme wird. Ein dunkles Verdunkelungsrollo verdunkelt gut, kühlt aber praktisch nicht.

Die Kombination

In der Praxis arbeiten viele Haushalte mit beidem: aussen die Lamellenstore oder die Markise gegen die Wärme, innen ein leichter Blendschutz für den Bildschirmarbeitsplatz. Das ist keine Doppelspurigkeit, sondern zwei verschiedene Aufgaben.

Wir schauen uns Ihre Fassade an und sagen Ihnen, was an Ihrem Objekt möglich ist. Telefon 056 441 51 51 oder info@klinso.ch – wir sind im Aargau für Sie unterwegs.

Häufige Fragen

Wie viel mehr bringt aussenliegender Sonnenschutz wirklich?

Der Unterschied ist gross, weil die Wärme gar nie in den Raum gelangt: Aussenliegende Systeme halten den grössten Teil der Sonnenenergie ab, innenliegende bremsen sie erst, wenn sie schon durch das Glas ist. Spürbar ist das vor allem in Dachwohnungen und an Süd- und Westfassaden.

Was tun, wenn aussen nichts montiert werden darf?

Das kommt in Mietwohnungen und im Stockwerkeigentum oft vor. Dann helfen innenliegende Systeme mit reflektierender Rückseite deutlich mehr als dunkle Vorhänge, die die Wärme aufnehmen und in den Raum abstrahlen. Querlüften in der Nacht bringt zusätzlich viel.

Hilft Sonnenschutzfolie auf dem Glas?

Sie senkt den Wärmeeintrag spürbar, ist aber eine dauerhafte Massnahme: Die Folie nimmt auch im Winter Licht weg, wenn die Sonnenwärme willkommen wäre. Bei Isolierglas sollte zudem die Verträglichkeit geklärt sein, sonst drohen Spannungsrisse.

Was bringt eine automatische Steuerung?

Vor allem Wirkung zur richtigen Zeit. Ein Sonnensensor fährt die Storen herunter, während niemand zu Hause ist – genau dann, wenn sich die Wohnung sonst aufheizt. In Kombination mit einem Windwächter schützt sie die Anlage zusätzlich.

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